Jung-Schriftsteller Jill Münstermann, Berufssoldat aus Tönisvorst, präsentiert seinen ersten
Science-Fiction-Thriller „Fleischfresser“. (Foto: mh)
Tönisvorst (mh). „Es ist das Jahr 2103. Murphy ist Soldat ohne Bestimmung, denn Kriege gibt es nicht mehr. Er lebt in einer Welt ohne Hass, in der Frieden heilig ist. Dann ändert sich alles. Am Horizont erscheint ein Raumschiff, das das Gesicht eines Monstrums trägt. Die fremden Wesen kommen nicht in friedlicher Absicht. Panik bricht aus...“ Action, Spannung, Angriff der Aliens - in seinem ersten Buch „Fleischfresser“ spielt Autor Jill Münstermann mit den klassischen Klischees des Science-Fiction Genres.
Auch wenn das Buch laut Verlag „den Leser schockiert zurücklässt“, will der 20 Jahre alte Tönisvorster sein Publikum zum Nachdenken anregen und es mit der Frage konfrontieren, ob es eine Welt ohne Krieg geben kann. Münstermann, der sich für zwölf Jahre als Soldat bei der Bundeswehr verpflichtet hat, würde sich eine solche Welt wünschen, hält sie jedoch für unrealistisch. „Krieg gehört wohl leider zur Menschheit dazu“, erklärt der Jungautor, der vier Jahre an seinem Werk gearbeitet hat. Die Idee kam ihm 2005 im Portugal-Urlaub. „Ich schaute mir den Sonnenuntergang am Meer an und plötzlich schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Danach habe ich sofort angefangen zu schreiben“, so Münstermann. Sein Premieren-Werk ist in allen Buchhandlungen erhältlich oder bestellbar.
„In unglaublichem Tempo erzählt Jill Münstermann die Geschichte der Fleischfresser - und lässt den Leser schockiert zurück“,. So steht es auf dem Einband des im Tordenfjord-Verlag erschienenen Thrillers. Der rund 300 Seiten starke Hochgeschwindigkeits-Roman ist dabei das Ergebnis langer, harter Arbeit. Von der Idee bis zur Veröffentlichung sind nicht weniger als vier Jahre vergangen. „Ich habe mit Zeit gelassen und einige längere Pausen eingelegt, um mein Werk immer wieder mit etwas Abstand zu sehen und verbessern zu können“, so der ehemalige Schüler des Michael-Ende-Gymnasiums in St. Tönis. Schon zu Schulzeiten hat Münstermann gerne geschrieben. Vor allem der Stil von Theodor Fontane in „Irrungen, Wirrungen“ hatte es ihm angetan. „Fontanes Perfektionismus in der Formulierung hat mich fasziniert. Daraus habe ich versucht, meinen eigenen Stil aufzubauen“. Auch einige Drehbücher und Filmproduktionen hat Münstermann in der Vergangenheit realisiert.
Derzeit arbeitet der Wahl-Krefelder, der bald seinen Wohnsitz nach Duisburg-Rheinhausen verlegen wird, an neuen Projekten. Science-Fiction und Militär werden dabei wieder eine große Rolle spielen, auch wenn der Markt für Autoren dieses Genres knüppelhart ist. „Mir macht es einfach Spaß und die Ideen kommen von ganz alleine, zum Beispiel beim Joggen“. Einmal vom Schreiben leben zu können will er nicht ausschließen, sieht es aber nicht als Ziel. „Ich habe ja einen Hauptberuf“. Beste Voraussetzungen also, um ganz entspannt sein nächstes Werk fertig zu stellen. Nächtes Jahr soll es auf den Markt kommen. Übrigens: Fleischfresser (14,90 Euro) hat sich schon rund 100 Mal verkauft.
Info: www.liesjill.de
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